Akkurate Mischung von Saatgut als Erfolgsfaktor

Lollar, 08.08.2017

 Im Bereich des Ackerbaus wird international zunehmend und sehr erfolgreich auf den gezielten Einsatz von Mischkulturen gesetzt. Die Vorteile im Vergleich zu Reinsaaten sind dabei vielfältig, z. B. Verhinderung der Massenausbreitung von Schädlingen und Krankheiten, Erosionsschutz, Kombination gleicher Arten zur Kreuzung, ausgleichender Effekt bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen, effizientere Nutzung von Nährstoffen oder bessere Standfestigkeit bei der Ernte. Im Großen und Ganzen versprechen Mischkulturen ein geringeres Anbaurisiko und damit eine höhere Ertragsstabilität. Vor allem im biologischen Anbau ­– ein immer wichtiger werdender Faktor – kann durch eine Vermischung von Saatgut auf jegliche Pestizidnutzung verzichtet werden. Ein gutes Beispiel für den erfolgreichen Einsatz solcher Mischungen ist die Kombination von Erbsen mit Hafer und/oder Gerste im Bereich des Futtermittelbaus. Darüber hinaus ist auch die Mischung von unterschiedlichen Qualitäten eines Rohprodukts von Bedeutung. Um das beste Ergebnis in der Bewirtschaftung von Anbauflächen mit Saatmischungen zu erzielen, ist die Dosierung sehr wichtig, da hiervon auch die Qualität und der Ertrag abhängen. Automatische Dosiergeräte können hier auf besonders effiziente Art eine genaue Mischung bereitstellen.

Das Unternehmen FRIEDRICH electronic aus dem hessischen Lollar etwa bietet mit dem Flow Controller FC3 ein System an, das für diese Aufgabe sehr gut geeignet ist. Es handelt sich hierbei um einen elektrisch gesteuerten Flachschieber mit integriertem Wiegesensor, der eine kontinuierliche gravimetrische Dosierung von Getreiden, Hülsenfrüchten usw. bereitstellt. Werden mehrere FC3 unter mit verschiedenen Saatgütern gefüllte Silos an demselben Förderorgan installiert, entsteht während des Förderns bereits eine klar definierte Saatmischung, die sofort verwendet werden kann. Der Nutzer muss vorab lediglich über die Benutzerschnittstelle oder eine Feldbusstelle das angestrebte Mischverhältnis sowie  gegebenenfalls die benötigte Menge eingeben und die Startfreigabe erteilen. Während des Mischungsprozesses gewährleistet das integrierte und intelligente Alarm-Management-System des Mengenreglers eine ständige Überprüfung auf Fehlfunktionen, wodurch etwaige Störungen sofort erkannt und beseitigt werden können. Darüber hinaus liefert das Gerät wertvolle Messdaten, wie die aktuelle Leistung in t/h und das geförderte Gesamtgewicht in kg. Seiner konstruktionsbedingten Einfachheit zum Trotz erreicht der FC3 kontinuierliche Sollleistungen mit Messtoleranzen zwischen 0,2% und 2,0%.

Gegenüber Vorgängermodellen steht seit Kurzem ein speziell für die Saatgutdosierung entwickeltes Modell zur Verfügung, bei dem Produktrückstände im Gerät vollständig vermieden werden. Außerdem kann dieses Gerät rein elektrisch betrieben werden. Auf den Einsatz von Druckluft wird hier komplett verzichtet.

Auch als Ersatz veralteter oder defekter Dosiereinrichtungen kann der FC3 Verwendung finden, da sich das kompakte und extrem flache Gehäuse mühelos direkt unterhalb der Siloausläufe der meisten bestehenden Anlagen installieren lässt. Auf diese Weise kann eine ältere Anlage ohne großen Investitions- und Arbeitsaufwand in ihrer Effizienz aufgewertet und  die Standzeit signifikant verlängert werden. Außerdem verhilft die Anschaffung des Geräts von FRIEDRICH electronic zur Realisation größerer Wartungsintervalle, die sich häufig positiv auf die ganze Produktionskette auswirken.

Das Dosiersystem ist in unterschiedlichen Rohrdurchmessern von 120 mm bis 250 mm verfügbar und erreicht eine maximale Leistung von 20 m³/h bis 160 m³/h. In Ergänzung der Serienfertigung bietet FRIEDRICH electronic den FC3 auch in individuell angepassten Ausfertigungen an.

Interessierte Besucher der Powtech in Nürnberg können sich vom 26.09. bis 28.09.2017 an Stand 4A-514 über dieses Gerät und andere Produkte der FRIEDRICH electronic GmbH & Co. KG informieren.

Hier geht es zur FC3-Produktseite

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