Kostenreduktion in der Verarbeitung von Kunststoffgranulat durch Einsatz moderner Dosiersysteme

Lollar, 10.03.2017

Bei der Herstellung von Kunststofferzeugnissen besteht grundsätzlich die Möglichkeit, durch die Beimischung von recycelten Granulaten eine Kostenoptimierung im Produktionsprozess zu erreichen, ohne die Qualität des Endprodukts negativ zu beeinflussen.

Eine Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass diese Beimischung kontinuierlich erfolgt und die Produktion nicht verlangsamt. Weiterhin dürfen für den Mischungsprozess keine signifikanten Veränderungen in der Anordnung der Maschinen vorgenommen werden, da die potenzielle Kostenoptimierung ansonsten schnell von den Kosten für einen Umbau kompensiert würde.

Auf dem Markt finden sich heutzutage unterschiedliche Lösungsansätze, die mehr oder weniger geeignet sind, diese Möglichkeit der Kostenersparnis effizient zu gewährleisten.

Mit dem Flow Controller FC3 bietet das Unternehmen Friedrich electronic ein Dosiersystem an, das diesen Anforderungen voll entspricht. Es handelt sich hierbei um einen elektrisch gesteuerten Mengenregler mit Flachschieber, der bereits in mehreren Anlagen erfolgreich zur Granulatmischung eingesetzt wird. So wurde in einem Fall z.B. je ein FC3 direkt unter vier Kunststoffgranulatsilos installiert, von denen eins mit recyceltem Granulat befüllt war. Hier erfolgte die Dosierung gleichzeitig aus zwei Silos in Zellenradschleusen, von denen aus das Produkt durch eine gemeinsame pneumatische Förderung einer nachgelagerten Extrudierung zugeführt wurde. Mithilfe der Flow Controller FC3 konnte hier eine Kostenreduzierung erreicht werden, indem zum Reingranulat automatisch ein Anteil >= 10% des günstigeren, recycelten Granulats beigemischt wurde.

Das gewünschte Mischungsverhältnis lässt sich beim FC3 per Feldbusschnittstelle übermitteln. Nach Erteilung der Startfreigabe durch den Bediener dosieren die Geräte dann – wie im beschriebenen Fall – die gewünschte Leistung parallel in die pneumatische Förderleitung. Durch die direkte Mischung steht bei allen nachgeschalteten Prozessen bereits das gewünschte Mischverhältnis zur Verfügung.

Durch Verknüpfung der Prozesssteuerung wird auch die Überwachung und Fehlererkennung deutlich erleichtert. Die elektronische Schieberüberwachung ermöglicht eine sichere, automatische 0-Tarierung und die  Prüfung von Schieberstellung und Wiegesignal auf Plausibilität.

Im Bedarfsfall  hat das Bedienpersonal alle Möglichkeiten, schnell und effektiv in den Materialfluss einzugreifen, Justierungen vorzunehmen oder Daten auszuwerten. Hierdurch wird eine sehr hohe Integrationsstufe erreicht, die gleichzeitig ein Maximum an Prozesssicherheit und Produktqualität gewährleistet – und zusätzlich während des Betriebs wertvolle Messdaten bereitstellt, wie die aktuelle Leistung in t/h und das geförderte Gesamtgewicht in kg. Darüber hinaus verfügt der Flow Controller FC3 über ein intelligentes Alarm-Management, das Störungen wie beispielsweise eine Silo-Leermeldung automatisch erkennt und eine schnelle Wiederaufnahme der Produktion ermöglicht.

Generell eignet sich der Flow Controller FC3 durch seine extrem niedrige Einbauhöhe und die Bördelanschlüsse für eine unkomplizierte Installation direkt unterhalb des Siloauslaufs. Selbst in die meisten bestehenden Anlagen lässt sich die Komponente aufgrund dieser Eigenschaften problemlos integrieren. Der konstruktionsbedingten Einfachheit zum Trotz erreicht das auf gravimetrischer Dosierung basierende System kontinuierliche Sollleistungen mit Messtoleranzen zwischen 0,2% und 2,0%.

Das Dosiersystem ist in unterschiedlichen Rohrdurchmessern von 120 mm – 300 mm verfügbar und erreicht eine maximale Leistung von 20 m³/h – 200 m³/h. In Ergänzung der Serienfertigung bietet Friedrich electronic den FC3 auch in individuell angepassten Ausfertigungen an, die alle gleichermaßen zur Optimierung der Produktionskostenstruktur in Anlagen der weltweiten Kunststoff verarbeitenden Industrie beitragen.

Flow Controller FC3: Sonder-Ausführung in V2A

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